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Weltenbummel mit Prada

Die Prada-Kundin ist nicht so leicht einzuordnen, die Prada-Designerin ist es ebenso wenig. Die Natur der Frauen sei komplex, undurchsichtig und vielschichtig wie eine russische Puppe, schreibt Miuccia Prada in den Notizen zur Schau. Entsprechend zwiebelhäutig baut sie die Kollektion auf. Wollstrumpfhosen, offene Schuhe, Kleid, Mantel, darüber Kummerbund, darüber Gürtel mit einem Schlüsselbund für Gefängniswärter, um den Hals eine Kette mit einem Minibuch für persönliche Notizen als Anhänger oder vielleicht schon gefüllt mit tieferen Einsichten und alten Überlieferungen. Und am Kopf die Matrosenkappe, die bereits bei der Männershow zu sehen war. Ein bunter Streifzug durch alle Epochen und Stile, der sich auch auf den Prints des in Berlin lebenden, französischen Künstlers Christophe Chemin wiederholt. Seine Kollagen, Trompe-l’oeil-Effekte, Tuschezeichnungen und Close-ups von alten Renaissancegemälden zieren Röcke, Blusen, T-shirts. Mit dieser Kollektion ist Frau nächste Saison beim Weltenbummel für alle Eventualitäten gerüstet und jedenfalls Gesprächsthema Nummer eins.

Accessoires
Der Schlüsselbund als Gürtel um die Taille geschlungen oder um den Hals getragen, und die Klunkerbag. Da baumelt außen dran, was drinnen keinen Platz mehr gefunden hat.

Our Favorite
Der Mut zum absoluten Kitsch mit dem Hemd, auf dem Göttin Isis einen amerikanischen Soldaten küsst. Der Print kommt daher wie ein 80er-Jahre-Airbrush-Gemälde. Und als Krönung dazu: ein Matrosenhut.

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