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Wie der Winter duftet
26.11.2015
c Bottega Veneta

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c Victor & Rolf

c Victor & Rolf

c Frederic Malle

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c Jo Malone

c Jo Malone

c DSQUARED2

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c Serge Lutens

c Serge Lutens

c Jo Malone

c Jo Malone

c Saint Laurent

c Saint Laurent

c Giorgio Armani

c Giorgio Armani

c Moschino

c Moschino

Wie der Winter duftet

26.11.2015

Wenn Literaten sich dem Winter widmen, geht es um Stille und Geheimnisse, dunkle Tage und kalte Nächte, Schwermut und Hoffnung. Tun Parfumeure dasselbe, ist das Ergebnis ein wenig freudvoller. Sinnlichkeit und Weiblichkeit stehen im Fokus der winterlichen Duftessenzen, ebenso wie das Erzählen von Geschichten und die Rückbesinnung auf Traditionen. Das macht Sinn, muss der aufmerksame Leser an dieser Stelle denken – ist der Winter doch die Zeit des Rückzugs, die Zeit der Familie, die Zeit der Behaglichkeit und der Entspannung. Werden die Tage kürzer und die Temperaturen spürbar kühler, ändert sich auch unsere Parfumlaune. Frische Zitrusdüfte und florale Noten erscheinen uns beim Spaziergang durchs bunte Blätterlaub plötzlich nicht mehr attraktiv. Uns steht der Sinn nach warmen Düften – die uns einhüllen und uns Idylle und Gemütlichkeit verleihen.

Duftöl Auftragen als sinnliches Ritual

Die großen Namen der Duftbranche lösen das Thema zum einen mit Rosen-Extrakten, etwa bei Viktor&Rolfs “Flowerbomb”, Bottega Venetas “Knot Eau Florale” (Rosen mit Pfingstrose und Moschus) und Yves Saint Laurents “Rebel” (Rose mit einem Akkord aus Blättern tiefroter Tomaten). Rose ist eine florale Note und damit sommerlich, könnte man argumentieren. Das Gegenargument heißt: die volle Rose wirkt harmonisch und intensiv. Manche meinen, sie wäre fast berauschend. Sinnlichkeit und Wärme durch Holznoten zu erzeugen ist der immerwährende Klassiker – heuer praktiziert durch die Düfte “Want” von Dsquared (Mandarine, Vanille, Violettaholz) und “La Vierge de Fer” von Serge Lutens (Lilie, Birne, Sandelholz). Auf eine Kombination aus Duftessenzen und Öl setzen Jo Malones “Cologne Intense Collection” und Giorgio Armanis “Si Huile de Parfum”. Die Wiedererstehung einer alterwürdigen Tradition – ist das Auftragen von Duftöl doch seit der Antike ein sinnliches Ritual, um die Haut vor äußerlichen Belastungen zu schützen.

Völlig aus dem Rahmen fällt (welch Überraschung!) die Marke Moschino mit “Fresh Couture”. Für ihren Duftflakon ließ sie sich von einem herkömmlichen Haushaltsreiniger inspirieren. Stimmungsvolle Optik sieht irgendwie anders aus. Immerhin: Bergamotte, Mandarine, weißes Patchouli und Ylang Ylang sorgen für betörend-sinnliche Inhaltsstoffe. Letzter Tipp der Redaktion: die Sammelbox von Frédéric Malle, die soeben zum 15jährigen Jubiläum des Duftverlegers erschien. 22 Düfte von zwölf außergewöhnlichen Parfumdesignern – geliefert mit einem Bakelit-Taschenzerstäuber, um den Duft stets bei sich zu führen.

 

 

 

 

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