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Der Sommer und sein Duft

21.06.2016

Chloé

Wonach duftet der Sommer? Das haben wir uns gefragt und ein bisschen herumgeschnuppert.

In der Welt der Düfte sind gute Parfümeure inzwischen ähnlich begehrt wie Designer in der Mode. Nicht nur Labels wollen Signature-Düfte, auch für Menschen ist eine besondere Duftnote Ausdruck ihrer selbst, und sie sagt oft mehr als eine Visitenkarte. Der Duft wird der Wäsche in der Maschine beigegeben, ins Badewasser gesprüht und selbst die Wohnung riecht danach.

Dieser Spleen ist keineswegs neu, schon die exzentrische Kleopatra pflegte jeden Körperteil mit einem eigenen Duft zu benetzen. Die Überlieferung will es, dass sie sogar die Segel ihres Schiffes hatte parfümieren lassen, bevor sie Marc Anton empfing. Salben aus Anis, Zitrone, Rosmarin waren zu ihrer Zeit besonders angesagt. Heute umfasst der Parfümmarkt etwa 1000 Düfte, jedes Jahr kommen 80 bis 100 Neue dazu, nur wenige schaffen es jedoch, sich dauerhaft in unser Gedächtnis einzubrennen. Duftschöpfer kreieren daher immer öfter kleine Parfümkunstwerke, die in limitierten Editionen Exklusivität ausstrahlen.

 

Madison Avenue
Wie riecht eigentlich Shopping? Das wollte man bei Bond No. 9 in New York herausfinden und hat den ersten Shopping-Duft, so etwas wie ein Shopping-Aphrodisiakum, kreiert. Nach dem ersten Banken- und dem ersten Digital-Duft machte man sich an eine Art City-Duftmarke, die nach Apfel, schwarzer Johannisbeere und Bergamotte, nach Patchouli, Jasmin und Pralinen riecht. Sie soll, morgens aufgesprüht, Lust auf einen Tag in der Madison Avenue machen.

Tom Ford
Orchid Soleil hüllt den Spät-Sommer in eine Komposition aus Bitterorange, rosa Pfeffer und Kastaniencreme. Ein Duft für einen sinnlichen Übergang vom Sommer in einen farbenfrohen Herbst. Der Duft im geriffelten Glasflakon ist ab August erhältlich.

Wanderlust
Unter der Zahlenkombination 27 87 entwirft Romy Kowalewski mit Parfümeuren wie Daniela Andrier und Mark Buxton seit 2016 olfaktorische Statements für die Generation der „Digital Natives“. Da finden sich Düfte wie #hashtag und Wanderlust, die digitale wie analoge Globetrotter in ihren Bann ziehen sollen. Sie duften nach Anis, Fenchel, Sand, Minze, nach Veilchenblatt, Iris und Weihrauch. 27 87 bezieht sich übrigens auf die Geburtsdaten von Gründerin Kowalewski.

Helmut Lang
Der Ruhm des österreichischen Designers verblasste trotz seines Rückzugs aus dem Modegeschäft nicht, seine Parfüms blieben unvergessen. Panik herrschte, als sich die Bestände dem Ende näherten. 2014 wurde das Bitten und Flehen der Fans erhört. Helmut Langs Duftikonen Eau de Parfum, Eau de Cologne und Cuiron kehrten zurück.

Issey Miyake
1992 lancierte Miyake sein L’Eau d’Issey und sein betörender Freesien- und Rosenduft wurde auf Anhieb zum Kultduft. Kaum ein Parfüm hat einen derartig hohen Wiedererkennungswert. 2016 gibt es mit L’Eau d’Issey Pure so etwas wie eine erweiterte Neuauflage. Nach wie vor ohne Zitrusnote. Eine Seltenheit in der Parfümbranche.

Bond No. 9

Bond No. 9

Bond No. 9

Tom Ford

Tom Ford

Tom Ford

27 87

27 87

27 87

Helmut Lang

Helmut Lang

Helmut Lang

Issey Miyake

Issey Miyake

Issey Miyake

Chloé

Chloé

Chloé

Aerin

Aerin

Aerin

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