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Peter Marino: Ästhet in Ledermontur
05.12.2015
Der Ästhet in Ledermontur (c) Manolo-Yllera

Der Ästhet in Ledermontur (c) Manolo-Yllera

Peter Marino: Ästhet in Ledermontur

05.12.2015

Peter Marino ist schwer einzuordnen, ein Mann der Gegensätze: Star-Architekt und Biker, Exzentriker und Feingeist. Schwarze Ganzkörperledermontur, Totenkopfringe, Irokesenschnitt und dunkle Sonnenbrille treffen bei ihm auf ein untrügliches Gespür für eleganten Luxus, sein Faible für Motorräder auf die Liebe zur Kunst. Ausgerechnet so ein Typ kann von sich behaupten, mehr Flagship Stores eingerichtet zu haben als jeder andere Architekt.

Das sollte man über Marino wissen:

  1. Der 1949 in New York geborene Spross italienischer Einwanderer studierte Architektur an der renommierten Cornell University. Pop-Art-Künstler Andy Warhol erkannte bald sein Potential. Im New York der 1970er-Jahre engagierte er den jungen Architekten für sein Townhouse auf der Upper East Side. Später gestaltete das Enfant terrible das Luxuskaufhaus Barney’s an der Madison Avenue – der endgültige Durchbruch.
  2. Mit seinem mittlerweile 160-köpfigen Team widmet sich der Visionär heute Wohnbauten, Hotels und Shops in aller Welt. In Wien trägt beispielsweise der Louis Vuitton Global Store im Goldenen Quartier Marinos Handschrift – eine wandelbare Handschrift, möchte der begeisterte Kunstsammler betont wissen. „The Pedro“ wie sich der Mad-Max-Macho nennt, zeigt für die sensible Modebranche echtes Fingerspitzengefühl. Er stellt stets die Produkte in den Vordergrund. Den Stores einen einheitlichen Marino-Stil überzustülpen, sei für ihn keine Option.
  3. Als einer von wenigen Architekten wird er von konkurrierenden Marken hofiert. Neben Louis Vuitton sieht man ihn auch bei den Shows von Luxuslabels wie Giorgio Armani, Chanel oder Dior, deren Geschäfte er in den Metropolen dieser Welt ebenfalls aufmöbelte.

Peter Marino für Louis Vuitton Wien

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