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Peter Marino macht Wiener Licht an
05.01.2016
Peter Marino macht Wiener Licht an (c) Louis Vuitton Vienna Store

Peter Marino macht Wiener Licht an (c) Louis Vuitton Vienna Store

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Peter Marino macht Wiener Licht an

05.01.2016

Wenn man einen als Star-Architekten bezeichnen kann, dann ihn. Einst entdeckt von Andy Warhol, hat er schon mit den wichtigsten Luxusmarken der Welt, wie Dior, Chanel und Louis Vuitton, gearbeitet. Auch der Louis Vuitton Global Store in Wien stammt aus seiner Feder. Der kunstsinnige Kosmopolit griff hierbei, wie auch schon für die Stores in Prag und Stockholm, auf Leuchten der Wiener Lampenmanufaktur Woka Lamps zurück. Diese sind seit den Achtziger Jahren in Amerika ein Begriff.

Das österreichische Unternehmen entstand aus der Passion ihres Gründers Wolfgang Karolinsky für Design. Die Zusammenarbeit mit Peter Marino beschreibt der Wiener als angenehm: „Marino buckelt nicht, sondern sagt seinen Kunden, das nimmst du, das ist gut. Das sind für mich die angenehmsten Architekten. Sie haben Ideen, ein Konzept und Kunden, die ihnen blind vertrauen.“ Ob er dem stets in schwarzes Leder gekleideten Architekten persönlich begegnet sei? „Nie. Das läuft alles über die Büros und über das Internet.“

Karolinsky hat im Alleingang einige der bedeutendsten Beispiele des Leuchtendesigns aus dem frühen 20. Jahrhundert wiederbelebt und einem neuen Publikum zugänglich gemacht. Inzwischen besitzt er die Herstellungsrechte für mehr als 200 Leuchten aus Entwürfen der Wiener Werkstätte, des deutschen Pendants, dem Bauhaus, und des Französischen Art décos. Die Lampen werden in der Ottakringer Manufaktur von 14 Mitarbeitern gebaut.

Bei Louis Vuitton in Wien hängen drei Stück des Modells HH2. Ein frühes Beispiel für Josef Hoffmanns puristische Phase aus dem Jahre 1900, drei Jahre vor der Gründung der Wiener Werkstätte. Eine Leuchte dieser Art wurde erstmals in der Villa Henneberg verwendet. Sie steht heute nicht mehr und war Teil der berühmten Villenkolonie Hohe Warte. In den anderen von Josef Hoffmann als Design-Gesamtkunstwerke entworfenen Häusern kam diese Leuchte auch in abgewandelter Form zum Einsatz. Heute stellt Woka ebenfalls Sonderanfertigungen her: Für einen indischen Kunden, erzählt Karolinsky, wurde der HH2 gerade in dreifacher Größe gebaut.

Porträt Peter Marino

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