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Mari Malek: Flüchtling ist Supermodel
10.09.2015
Model und Djane Mari Malek (c) Jo Lance

Model und Djane Mari Malek (c) Jo Lance

Model und Djane Mari Malek (c) Jo Lance

Model und Djane Mari Malek (c) Jo Lance

Model und Djane Mari Malek (c) Jo Lance

Model und Djane Mari Malek (c) Jo Lance

Mari Malek: Flüchtling ist Supermodel

10.09.2015

Die gebürtige Südsudanesin Mari Malek ist international vor allem als gefragtes Model bekannt. Unter dem Pseudonym DJ Stiletto sorgt sie darüber hinaus erfolgreich für guten Sound – in New Yorks Clubs und im Rahmen der Vogue Fashion‘s Night Out auch in Wien.

Drei Dinge, die man über Mari Malek aka DJ Stiletto wissen sollte:

  1. Aufgewachsen ist sie als Tochter des damaligen Finanzministers mit rund 20 (Halb-)Geschwistern im Südsudan. Als sich die Lage bürgerkriegsbedingt dramatisch verschlechterte, verließ ihre Mutter gemeinsam mit Mari und zwei weiteren Töchtern das Land in Richtung eines ägyptischen Flüchtlingscamps. Von dort emigrierten sie in die USA: Armut, Schule, zahlreiche Nebenjobs, Studium, Mutter mit 20 – soweit Maris Jugend. In New York schaffte sie schließlich den Durchbruch als Model. Sie hat bereits für Lanvin und die Vogue gearbeitet und als DJane ihr Hobby zum Beruf gemacht.
  2. Mari Malek lässt sich nicht verbiegen wie andere Models. Als ihr der Anpassungsdruck zu groß wurde, verließ sie ihre Agentur. Die richtige Entscheidung: Spätestens seit ihrer unmittelbar darauffolgenden Lanvin-Kampagne wird Malek nicht trotz, sondern gerade wegen ihres ganz eigenen Stils gebucht. «Just truly be you and it will happen!» Bei Mari Malek trifft es zu.
  3. Ihre Wurzeln hat Mari Malek nie vergessen. Sie nutzt das Modeln und Auflegen, um auf die Situation im Sudan aufmerksam zu machen. Die blutigen Konflikte in ihrer Heimat führt sie in erster Linie auf mangelnde Bildung zurück. Nur 20 Prozent der Bewohner können lesen und schreiben – lediglich ein Prozent davon entfällt auf Frauen. Mit ihrer Hilfsorganisation «Stand For Education» hat sie es sich daher zum Ziel gesetzt, den Zugang zu Bildung im Südsudan zu erleichtern.
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