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Abseits der Mailänder Laufstege
02.03.2016
(c) Pomellato

(c) Pomellato

(c) Brunello Cucinelli

(c) Brunello Cucinelli

Abseits der Mailänder Laufstege

02.03.2016

Bei den Fashion Weeks geht es um die großen Schauen. 15, maximal 20 Minuten, dann ist der Zauber vorbei, und die Meute huscht zur nächsten Location. Zum nächsten Label. Zur nächsten Show. Abseits der Laufsteglooks gibt es auch Präsentationen der neuen Kollektion. Mit mehr Raum, mehr Zeit und auch der Gelegenheit, die neuen Must-haves anzugreifen.


Zurück zu den Wurzeln. Das dachte sich Pomellato bei der Auswahl der Bar Jamaica für das Event mitten im Mailänder Künstlerviertel Brera. In den Räumlichkeiten, wo einst Intellektuelle und Bohemiens ein- und ausgingen, lässt das Schmucklabel die Impulse der 60er-Jahre wieder aufleben. Genau hier fand seinerzeit auch Pomellato-Gründer Pino Rabolini seine Inspiration, völlig neue Wege zu gehen, Handwerk und modernes Design zu kombinieren und eine bunte, ikonische Welt zu schaffen. Für starke, freie, fröhliche Frauen, die sich damals zu emanzipieren und eine immer wichtigere Rolle in der Gesellschaft zu erobern begannen.

Ihnen widmet Pomellato seine neuen Kreationen, die auf dem Event in vier Szenarien vorgestellt werden: Ein junger Mann auf seinem Motorrad flirtet vor der Bar mit einem Mädchen, sie reden über ihre Lieblingsinsel  – da geht es um die Kollektion Capri. Im Lokal spielen zwei Frauen Backgammon, das zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen im Jamaica gehörte – sie tragen Schmuck der Kollektion Tango. Beim Paar, das die Zeitung durchblättert, geht es um die Kollektion Nudo. Und die Dame am Tresen zeigt die Diamanten der Kollektion Sabbia.

Der Philosoph unter den Modedesignern, Brunello Cucinelli, persönlich ist bei der Präsentation der Herbst-Winter-Kollektion anwesend. Er orientiert sich an den Dandys der digitalen Epoche. Unabhängig und verführerisch ist die Frau gleichzeitig Schöpferin und Muse eines neuen eleganten Stils, der verschiedene Welten miteinander verknüpft: Maskulinität und Feminität, Mondänität sowie die traditionelle Eleganz und die Erkundung neuer virtueller Welten. Ein Zusammenspiel von Elementen, das die Widersprüche moderner Inspirationen erfasst und gegensätzliche Welten in sich vereint. Ja, so klingt das, wenn Cucinelli über Mode nachdenkt.

Zu sehen sind maskuline Muster: Nadelstreifen, Glencheck, Hahnentritt und Fensterkaro. Seide, Taubengrau, strahlende Töne wie Perle und Marmor und eine Palette an Rottönen: Purpur und rosso pompeiano (pompejisches Rot) oder rostigere Nuancen wie Amarone, Bordeaux und Henna.

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