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Golif: Urban Art im Goldenen Quartier
12.03.2016
Golif/Felipe Kolm

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Golif: Urban Art im Goldenen Quartier

12.03.2016

Wer um die Ecke in den Tuchlaubenhof biegt, hört ihn pfeifen, dann riecht es nach Sprühlack. Wenn der schwarz Vermummte aufhört zu pfeifen, sprüht er auch nicht. Dann steigt er vom Podest herunter, um sein Werk zu betrachten. Und macht sich erneut pfeifend ans Werk. Er ist dabei, einen riesigen goldenen Hasen mit schwarzem und weißem Lack zu übersprühen. Nach drei Stunden hat der Osterhase ein zweites Ich bekommen: einen Golif.

Anonymität als Thema

Der 1984 geborene Vermummte, der hier am Werk ist, trägt ein Pseudonym, so wie alle aus der Street-Art-Szene stammenden Künstler. Golif. Und Golif malt Golifs. Es sind Figuren mit ausdrucksstarker Dynamik und sie stehen immer im Kontext zur Stadt und zur Gesellschaft. Es sind Charaktere, denen wir täglich begegnen, Menschen in der städtischen Anonymität, von denen wir immer nur einen kleinen Ausschnitt aus ihrem Großen und Ganzen mitnehmen. Ärger, Freude, Angst, Bosheit, Glück, was ihnen eben so ins Gesicht geschrieben steht.
Golif spielt auch als Künstler mit der Anonymität und tritt hinter seinem Werk zurück. „Das hilft mir, wenn ich im öffentlichen Raum arbeite“, sagt er, „es ist mein Schutz. Auf seine Art und Weise macht das jeder. Jeder hat seinen öffentlichen und privaten Charakter.“ Seine Werke sind inzwischen jedoch weit häufiger in Galerien als auf der Straße zu sehen. Den Materialien der Straße ist er aber treu geblieben. Er malt auf Pappendeckeln, Strohmatten, Verpackungen und Wänden. Golifs, Golifs und wieder Golifs. Manchmal sind sie männlich, manchmal weiblich. „Ich probiere das jetzt bis zum Äußersten aus, erforsche und reize diese Figuren aus, bis nichts mehr geht“, so der Künstler über seine Besessenheit.

Von Wänden zu Objekten

Der Hase im Tuchlaubenhof des Goldenen Quartiers ist erst das zweite Objekt, das er besprüht hat. Das erste Mal fand auf der Summerstage gemeinsam mit dem Bildhauer Hans Kuppelwieser statt, auf dessen, mittels Industriekran, zu Knäueln zerquetschten Aluminiumplatten Golif gemalt hat. „Der Hase ist so etwas wie eine Wertsteigerung“, lacht Golif, „zuerst habe ich Silber bemalt, jetzt Gold.“

Eine weitere Kunst-Intervention Golifs kann man übrigens auf einer 700 Quadratmeter großen Fassadenfläche an der Linken Wienzeile, Ecke Anschützgasse betrachten. Etwas weniger großformatige Golifs gibt es beim Galeristen Peter Doujak in den KMG Art Studios und im Herbst/Winter wird es „sicher etwas großes Neues geben“, sagt Golif. Mehr verrät er nicht, sonst wäre es ja nicht mehr spannend.

Die Kunst-Intervention von Golif steht bis 28. März im Tuchlaubenhof.

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