Menü
Kleider, die mitwachsen
30.08.2015
(c) Herzilein

(c) Herzilein

Christiane Gruber (c) Daniela Beranek

Christiane Gruber (c) Daniela Beranek

(c) Paul Smith

(c) Paul Smith

(c) Kenzo Baby Boy

(c) Kenzo Baby Boy

(c) Kenzo Baby Boy

(c) Kenzo Baby Boy

(c) Armani

(c) Armani

(c) Pommes Silhouettes Baby

(c) Pommes Silhouettes Baby

Kleider, die mitwachsen

30.08.2015

«Sobald Designerinnen Kinder haben, beginnen sie Kindermode zu entwerfen.» Was Christiane Gruber, Chefin des österreichischen Labels Awareness & Consciousness bei sich und ihren Freundinnen beobachtete, lässt sich auch auf internationale Modeschöpferinnen umlegen. Margherita Missoni etwa war nach der Geburt ihres Sohnes Otto mit dem Angebot an Kinderkleidung derart unzufrieden, dass sie kurzerhand eine eigene Kollektion entwarf. «Margherita Kids» – eine Modelinie im 60er-Jahre-Stil mit trapezförmigen Schnitten, grellen Farben und Blumenmustern. Christiane Gruber war nicht unzufrieden, hatte aber einfach Lust, für ihre Tochter «etwas Eigenes zu machen». 2012 stellte sie ihre erste Kinderkollektion vor. Als Mama und Designerin ist sie Expertin.

Ihre ersten Kinderkollektionen widmete sie den Babys. Sie färbte Bodies aus hochwertigen Materialien von Hand. Wie bei den Stücken für Große entstanden dadurch lauter Einzelstücke. Das wichtigste am Körper der Babys ist für Gruber das natürliche Material.

Angenehm, bequem, zeitlos

Bei ihrer Kollektion für Kinder achtet sie auf bequeme, aber noch mehr auf mitwachsende Schnitte. T-Shirt-Kleider zum Beispiel werden immer kürzer, bis sie zum Schluss nur noch als T-Shirt getragen werden können. Weich fließende Overalls wachsen über zwei bis drei Jahre mit.“ Meine Kleidungsstücke, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene, haben einen höheren Preis. Denn der Gedanke und Wunsch dahinter ist, dass sie zu Lieblingsstücken werden und länger und nachhaltiger getragen werden.”

Durch prominente Vorbilder fungieren heute oft schon die Kleinsten als Trendsetter. Den Trends nachzulaufen, davon hält Gruber nichts, vor allem, wenn es um Kindermode geht. Sie nimmt wahr, dass sich die Kindermode schon länger am reduzierten Erwachsenendesign orientiert. “Mir persönlich gefällt es aber nicht, wenn Kinder schon gestylt aussehen; egal, ob Promikids in teuren Designerklamotten oder Normalos, die von Kopf bis Fuß in hippen Kinderlabels herumlaufen. Ich finde eine gute Mischung interessant. Altes und Neues. Stücke aus der eigenen Kindheit, die für mich etwas sehr Individuelles haben.” Kinder brauchen im Alltag Kleidung, die schmutzig werden kann, rät sie. Und es müsse auch nicht immer alles zusammenpassen. “Am Ende sind es immer noch Kinder.”

Teilen

Ich stimme zu, dass diese Seite Cookies für Analysen verwendet.