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Interview: Philipp Tröstl
16.06.2016
Philipp Tröstl © Lukas Beck

Philipp Tröstl © Lukas Beck

Interview: Philipp Tröstl

16.06.2016

Philipp Tröstl komponiert und arrangiert für Ensembles im Jazz- und Klassikbereich. Und er lässt Musik als Teil von Inszenierungen und kulturpolitischen Untersuchungen wie zuletzt etwa zu Joseph Beuys´ legendärem Club 2-Auftritt die Stimme erheben. Derzeit schreibt er die Filmmusik zu Georg Rihas ORF-Serie „Über Österreich“. Er selbst spielt Gitarre. Auf der Pic-Nic-Wiese im Goldenen Quartier improvisiert er zu Eigenkompositionen und Jazzstandards.

Beruf Komponist, Musiker
Lebt in Wien
Lieblingslied in der Kindheit In die Berg´ bin i gern
Ohrwurm Lemme Take You to the Beach (Frank Zappa)
Spielt Klavier, Gitarre, Backgammon


Was ist ein guter, was ein nerviger Ohrwurm?
Leider können auch Lieder, die man nicht mag, ein Ohrwurm sein! Lieder, bei denen man vermutet, dass sie als Ohrwürmer konstruiert sind, die nerven. Mein schrecklichster Ohrwurm ist „What´s up“ von 4 Non Blondes, weil ich damit etwas Negatives assoziiere, und weil die Strophe die gleichen Akkorde wie der Refrain hat.

Welchen Ohrwurm hätten Sie gern komponiert?
Nessun dorma. Aus der Oper Turandot von Giacomo Puccini.

Sie schreiben Musik für Film und Theater. Welcher Ort in Wien inspiriert Sie zu dramatischem oder komischem Schreiben?
Vor allem meine eigenen vier Wände, aber auch der Prater, der Donaukanal, der Wienfluss, der Kahlenberg, der Stephansdom.

Ihre Kompositionen werden von der Wiener Bigband Nouvelle Cuisine gespielt, einem der traditionsreichsten Jazzorchester in Wien, das gerne in musikalischen Kochtöpfen umrührt. Wenn Sie Hunger haben, wo bekommen Sie in Wien nebst gutem Essen auch gute Musik serviert?
Ich gehe gern in Wiener Kaffehäuser, in denen gar keine Musik gespielt wird. Das Rascheln von Zeitungen und gedämpfte Gespräche sind die angenehmste akustische Begleitung beim Essen. Eine gute Kombination von Essen und Musik wäre vielleicht ein Opernbesuch – am besten Turandot – und in der Pause eine „Heiße“ vom Würstelstand.

Träumen fühlt sich manchmal an wie Film Anschauen. Träumen Sie mit „Filmmusik“?
Nein. Manchmal träume ich von „ganz toller, unbekannter Musik“, deren Autor ich im Traum bin, kann sie dann aber nicht mehr rekonstruieren. Was wahrscheinlich besser ist, weil sie mit Sicherheit ganz banal ist.

Sie sind Gitarrist, Komponist und Arrangeur. Welche drei Wiener Orte würden Sie am ehesten den Musikrichtungen Hip Hop, New Age und Pop zuordnen?
Hip Hop: Wurstelprater
New Age: Kirche am Steinhof
Pop: Hundertwasserhaus

Zu welchem Film hätten Sie gern die Filmmusik geschrieben?
Der dritte Mann.

Philipp Tröstl spielt am 26. Juni von 11:00-12:00 Uhr beim Pic Nic in the City im Goldenen Quartier.

Einladung zum Pic Nic in the City

 

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