Menü
Interview: MÖWE
29.08.2016
MÖWE © Irina Gavrich

MÖWE © Irina Gavrich

Interview: MÖWE

29.08.2016

Melanie Ebietoma und Clemens Martinuzzi sind das Wiener Elektronik-Duo MÖWE. Nicht nur wegen ihrer Remixes, sondern auch wegen ihrer eigenen Songs und Mels einzigartiger Stimme sind die beiden Musiker in der Party- und Elektronikszene längst international ein Begriff. Seit drei Jahren heizen sie ihrer tanzwütigen Community von Brasilien bis Singapur und Ibiza ein und nennen ihre über 75.000 Follower auf Facebook liebevoll Möwies. Ab und zu machen sie auch in Wien Station – so auch zur VOGUE FASHION’S NIGHT OUT , wo sie zwischen den Shows auf dem Golden Catwalk für Partystimmung sorgen. Wer dann noch nicht genug hat: Das erste Album von Möwe erscheint im Oktober bei Armada Music.

Beruf Musiker und DJ
Hobby Mel: Netflix und chillen / Clemens: Autos
Haustiere Mel: Romeush (Kater) / Clemens: Ferdinand (Welpe)
Immer im Gepäck Mel: Sonnenbrille und Kopfhörer / Clemens: Kopfhörer
Bevorzugte Speise Mel: faschierte Laibchen mit Kartoffelpüree und Lasagne / Clemens: Burger


Sie kommen mit Turntables,Tunes und Beats im Gepäck ziemlich in der Welt herum. An welchen Ort ziehen Sie sich am liebsten zurück?
Wir sind beide Wiener, Wien finden wir gut und schön, daher ziehen wir uns am liebsten zu Hause zurück.

Ihre typische Arbeitskleidung? 
Fashion ist uns generell wichtig, aber da wir uns viel bewegen, muss unsere Kleidung  vor allem eines sein: gemütlich.

Welchen Laden, welchen Club würden Sie hier in Wien gern vor der Haustüre haben?
Am liebsten keinen, denn wir genießen hier unsere Ruhe sehr. Einer unserer Lieblingsclubs ist das Electric Brixton in London.

Bei der Rückkehr nach Hause, was fehlt in Wien am meisten?
Junge, coole Leute. In Wien steht die Zeit einfach still, was aber auch sehr angenehm sein kann.

Der Kontakt mit den Fans ist Ihnen sehr wichtig. Sie pflegen Ihren Facebook-Account selbst. Was war das schönste Kompliment, das Ihnen je gemacht wurde?
Einer unserer Fans hat uns geschrieben, dass ihm unsere Musik über seine schwere Krankheit hinweg geholfen hat. Das freut einen natürlich sehr, so positives Feedback zu bekommen.

Welcher Club oder welche Location lässt Ihr Party-Herz höher schlagen?
Trainstation – Sao Paulo, man spielt dort unter einer Brücke zwischen alten Zügen, das hat einen besonderen Charme.
Kesselhaus Augsburg ist auch eine sehr beeindruckende Location, überall sind die alten Anschlüsse der Kesselanlage, eine rohe, ziemlich „runtergekommene“ Location, aber einfach genial.
Das Space auf Ibiza lieben wir auch. Es gibt so viele verschiedene Floors, eine Terrasse, es ist ein Riesenclub. Leider ist 2016 das letzte Jahr vom Space Ibiza. Der Club wird sicher auf der Insel fehlen.

Essen in Wien um vier Uhr morgens: Wohin gehen Sie?
Prinzipiell, wenn man wirklich argen Hunger hat, dann konnte man früher immer ins Café Drechsler gehen, aber das einzige, das hier wirklich fast durchgehend offen hat, ist der McDonald’s. Wie gesagt, in Wien steht die Zeit einfach still. Der Klassiker hier ist einfach der Würstelstand. Bevorzugt der „Leo“ am Döblinger Gürtel.

Wo in Wien würden Sie am liebsten einmal eine saftige Elektronik-Party steigen lassen? 
Wir würden gerne die Sofiensäle wiederbeleben, die vor geraumer Zeit eine wirklich coole Partylocation waren. Dafür sind wir aber zu jung, also kennen wir das nur aus Erzählungen. Wirklich Spass machen aber auch Home-Partys, wenn wir einfach aufpoppen und plötzlich 200 Leute vor der Tür stehen, bis die Polizei kommt.

Sie verbringen ja ziemlich viel Zeit miteinander. Wie halten Sie das aus? Haben Sie ein paar „Beziehungstipps“?
Das stimmt. Wir verbringen sehr viel Zeit miteinander, aber in jeder guten zwischenmenschlichen Beziehung muss man schnell vergessen können.

Mel, was hat Clemens zu Hause stehen, das Sie sofort ausmisten würden?
Alles. (lacht.) Vor allem seine Bettwäsche.

Clemens, was fällt in Mels Wohnung als erstes auf?
Ihr Klimt-Poster, das sie sich irgendwann einmal, aus einer Laune heraus, eingebildet hat und für das sie viel zu viel Geld bezahlt hat. Sie hat nicht nur fürs Poster zu viel bezahlt, sondern musste es auch mit dem Taxi für weitere 30 Euro nach Hause transportieren, weil es nicht in mein Auto gepasst hat.

Mit welcher Marotte muss der jeweils andere in Ihrer „Beziehung“ leben?
Da gibt es viel zu viele, würden wir beginnen diese aufzuzählen, gäbe es morgen vielleicht keine MÖWE mehr.

Und worin ergänzen Sie einander perfekt?
Clemens: Natürlich beim Musik Produzieren; Meli geht den intuitiven Weg, und das technische liegt dann meist bei mir.
Mel: Aber auch bei der Performance ergänzen wir uns perfekt. Wenn ich auf die Bühne gehe, rocke ich zu 120 Prozent, darunter leidet manchmal die Perfektion, was Clemens aber jedes Mal gekonnt wettmacht.

MÖWE Video – Blauer Tag

Teilen

Ich stimme zu, dass diese Seite Cookies für Analysen verwendet.