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Interview: Katrin Einwaller
09.05.2016
Katrin Einwaller

Katrin Einwaller

Interview: Katrin Einwaller

09.05.2016

Alles Neu macht der Mai: Grüne Pflanzen und bequeme Sitzgelegenheiten laden ab sofort ins Goldene Quartier. Nicht nur zum Shoppen, sondern auch zum Entspannen und Naturgenießen. Verantwortlich dafür ist Katrin Einwaller – sie lässt das Goldene Quartier so richtig aufblühen. Aufgewachsen ist sie in einer Architekten- und Statikerfamilie. Heute leitet sie das Atelier Architektur & Interior Design bei Christian L. Einwaller.

Ausbildung Architekturstudium an der TU Wien mit Abschluss Innenraumplanung bei Francoise Helen Jourda
Lieblingsprojekt The sky’s the limit. Darauf warte ich geduldig…
Lieblingsdesigner vom Pioniergeist her: Coco Chanel


Was waren bis dato Ihre größten Projekte?
Das Hotel Eichenheim in Kitzbühel, das Hotel Herrenhof in Wien und diverse Private Residences in Österreich, Italien, Liechtenstein und der Dominikanischen Republik. Einige Palaisprojekte in Wien oder das The Moon in Abu Dhabi.

Nun begrünen und möblieren Sie das Goldene Quartier. Welche Herausforderungen gibt es bei Möbeln unter freiem Himmel? 
Beim Goldenen Quartier, einem der spektakulärsten Projekte der Stadt Wien in den letzten Jahren, galt es, das Hauptaugenmerk auf die bestehende Substanz zu legen und sich in die Umgebung einzufügen. Die Materialien müssen einer starken Beanspruchung von Lieferverkehr bis zu alltäglicher Abnutzung gewachsen und gleichzeitig absolut hochwertig sein.

Welche internationalen Einkaufsstraßen inspirieren Sie?
Ich finde die europäischen Grätzeln, wie der Wiener sagt, sehr inspirierend. Sei es Chelsea in London oder die Wiener Innenstadt. Von den klassischen Einkaufsstraßen her die Via Monte Napoleone in Mailand oder die 5th Avenue in New York.

Stichwort Wetter: In Wien gibt es zwischen Sommer und Winter leicht 30 – 40 Grad Unterschied. Welche Rolle spielt das beim Planen von Outdoor-Projekten?
Wir müssen bei der blühenden Begrünung mehrfach pro Jahr wechseln. Im Winter zum Beispiel mit der Beleuchtung und bodendeckenden, winterharten Pflanzen. Und im Sommer mit Blühern, die regelmäßig gegossen werden müssen. Natürlich können wir ganzjährig keine Olivenbäume, Oleander oder Lavendelfelder einplanen. Aber unsere vier Jahreszeiten und all die damit verbundenen Traditionen in Kombination mit heimischen Pflanzensorten sind ohnehin sehr ergiebig.

Angenommen es gäbe in Wien keine Genehmigungen, keinen Magistrat. Was wäre Ihr größter Wunsch für dieses Grätzel, wenn alles erlaubt wäre?
Klassische Alleen. Aber das war nicht möglich aufgrund der Gegebenheiten – wie zum Beispiel die Tiefe des Pflanzgrundes und der Lieferverkehr. 

Mit welchen drei Wörtern sollen die Besucher das neu ausgestattete Goldene Quartier beschreiben? 
Wohlfühlen. Verweilen. Genießen. Auch in den Schanigärten, die im Entstehen sind. Und Intimität. Eine innerstädtische Oase aus Licht, Luft und Natur.

Wie wird das Projekt weitergehen? Gibt es eine „Phase 2“?
Ja, die saisonale Gestaltung! Hier haben wir einiges vor.

Wer sind Ihre Vorbilder in Bezug auf Design und Architektur?
Alle Maßschneider, die zuhören können und auf Bauherrenwünsche eingehen. Ich mag keine Selbstdarsteller. Die großen Bauhausarchitekten, die nach dem Leitsatz „Form Follows Function“ geplant haben, sollten Vorbilder sein und bleiben. Nicht der Baukörper bestimmt die Architektur, sondern der Bauherr. Wichtig ist auch immer der Anspruch einer gewissen Zeitlosigkeit.

Welche Stadt ist für Sie das perfekte Beispiel, wenn es um Stadtentwicklung geht?
Wien! Hier ist so viel passiert in den letzten Jahren. Als gebürtige Wienerin bin ich stolz auf meine Heimatstadt, und dieses Feedback geben mir auch viele unserer internationalen Freunde und Kunden.

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