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Interview: Einfach 3
27.05.2016
e3 Architekten (c) Beatrix Kovats Trikopics

e3 Architekten (c) Beatrix Kovats Trikopics

Interview: Einfach 3

27.05.2016

Wären Klaus Pristounig und Thomas Zenger Superhelden, läge Wien am Meer und hätte sein eigenes Skigebiet. Als Einfach 3 Architekten kommen sie aus Klagenfurt und Salzburg, haben ihr Office in Wien und Klagenfurt und gestalten Häuser, Wohnungen, Ateliers und Boutiquen. Im Goldenen Quartier gehen 13 Dachgeschoßwohnungen und der Brunello Cucinelli-Store auf ihre Kappe.

Name Klaus Pristounig/Thomas Zenger
Alter 40/40
Wohnort Bad Vöslau/Wien
Beruf Architekten
Lieblingsmöbel 100 Jahre alte Truhe vom großelterlichen Dachboden/Hängematte
Kontakt www.einfach3.com


Tomatensoßendose und Badeperle

Einfach 3 gibt es seit sieben Jahren. Wohin verziehen Sie sich, wenn der andere nervt?
Unisono: Ins Amerlingbeisl.

Was steht auf dem Schreibtisch, abgesehen vom Computer?
Pristounig: Eine alte Tomatensoßendose für meine Stifte.
Zenger: Viel zu viel, um eine vollständige Auflistung zu erstellen. Aber alles davon ist wichtig!

Wie haben Sie Ihre Wohnung eingerichtet?
Pristounig: Ich habe mir ein Heurigenlokal südlich von Wien zu einem Wohnhaus umgebaut und versucht, die alten Materialien wiederzuverwenden und in einer neuen Funktion einzusetzen.
Zenger: Volksnah.

Hat der Stil Konzept?
Pristounig: Ein Grundkonzept, aber ich will es einfach wachsen lassen und immer wieder verändern.
Zenger: Das ist reiner Zufall, verstärkt durch Nachlässigkeit.

Wir besuchen Sie zuhause. Was zeigen Sie uns?
Pristounig: Wie man aus Dippelbäumen Stufen macht, und dass auch rohe Stahlplatten als Kaminverkleidung Wärme in den Wohnraum bringen.
Zenger: Meinen Erker – da gibt’s die schönste Aussicht – und das Bad, die Perle der Wohnung.

Was würden Sie für uns kochen?
Pristounig: Ich würde schauen, was der Garten an Gemüse hergibt – und dann einen frischen Fisch dazu.
Zenger: Steaks, medium rare, und ein kühles Bier.

Welches Lokal haben Sie erst kürzlich neu entdeckt?
Unisono: Das Kussmaul am Spittelberg.

Welche Trends beobachten Sie in Wien?
Pristounig: Wien wird umweltbewusster. Es setzen sich ökologische Trends trotz Widerstands durch.
Zenger: Die Stadt wird seit den 90ern internationaler, mit all den guten und schlechten Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Die guten überwiegen.

Sie haben den Brunello Cucinelli-Store gestaltet. Tragen Sie Kaschmir?
Pristounig: Ich stehe mehr auf pflegeleichtes Gewand. Unsere Kleidung kann ruhig chic sein, aber sie muss auch baustellentauglich sein.
Zenger: Nein. Zu teuer und viel zu aufwändig zu waschen.

Wer hat das letzte Wort?
Pristounig: Jeder und das ständig.
Zenger: Ich natürlich, wer sonst?

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