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Interview: Andreas Bamesberger
11.11.2015
Interview: Andreas Bamesberger (c) Franz Helmreich

Interview: Andreas Bamesberger (c) Franz Helmreich

Interview: Andreas Bamesberger (c) Franz Helmreich

Interview: Andreas Bamesberger (c) Franz Helmreich

Interview: Andreas Bamesberger (c) Franz Helmreich

Interview: Andreas Bamesberger (c) Franz Helmreich

Interview: Andreas Bamesberger (c) Franz Helmreich

Interview: Andreas Bamesberger (c) Franz Helmreich

Interview: Andreas Bamesberger (c) Franz Helmreich

Interview: Andreas Bamesberger (c) Franz Helmreich

Interview: Andreas Bamesberger (c) Franz Helmreich

Interview: Andreas Bamesberger (c) Franz Helmreich

Interview: Andreas Bamesberger (c) Franz Helmreich

Interview: Andreas Bamesberger (c) Franz Helmreich

Interview: Andreas Bamesberger (c) Franz Helmreich

Interview: Andreas Bamesberger (c) Franz Helmreich

Interview: Andreas Bamesberger

11.11.2015

Beruf Florist mit Kunstsinn
Alter 41
Herzensangelegenheit Lifeball-Ausstattung
 

Den Gästen ihre Blumen, den Blumen wahre Kunst


Frei nach dem Motto der Secession (Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit.) agiert der kreative Florist Andreas Bamesberger. Deswegen hat seine Blumenhandlung auch Galerie-Charakter: In der Zweigstelle in der Porzellangasse wird experimentiert. Die Kreationen sind mehr als Blumengestecke, sie sind Kunstwerke, geschaffen aus gewagten Kombinationen von Vergänglichem und Unvergänglichem, aus dem Gegensatz von Natur und Material.

Seit 13 Jahren schmückt die Zweigstelle das Rathaus für den Life Ball und überreicht den internationalen Stars extravagante Blumensträuße. Kein Wunder, dass Interior-Designer Colin P. Finnegan die Zweigstelle mit der Entwicklung des exklusiven Blumenkonzepts für das Park Hyatt Vienna betraute. Seither gehen Bamesbergers Mitarbeiter dort ein und aus. Allein im Restaurant The Bank stehen bis zu 20 Gefäße, die bespielt werden. Dazu kommen bis zu 150 Zimmerblumen und Dekorationen für Spa, Halle, Lounge und Suiten. „Wir wollen polarisieren und scheuen kontroversielle Diskussionen nicht“, sagt Bamesberger, „wir verfolgen den Aha-Effekt. Dabei geht es nicht um Gefallen, sondern um Wahrnehmung, um das Erreichen aller Sinne.“

Wie alle Künstler hält Bamesberger nichts von Trends und Konventionen. Blumen sollen, wie auch die Kunst, unsere Stimmung beeinflussen, den Alltag und seine Regeln brechen, sonst wäre es ja pure Verschwendung.

Hat ein Florist eine Lieblingsblume?
Das ist immer die erste Frage. Als Sommerkind warte ich jeden Winter sehnsüchtig auf die Callas und Tulpen.

Welches Unkraut ist das Schönste?
Alles, was entlang der Straße wächst, an Autobahnstreifen: Disteln, Sonnenhutfruchtstände. Diese trockenen Brauntöne mit spätherbstlichen Farbtupfern wie Dahlien kombiniert…ein Farbflash.

In welches Zimmer gehören keine Blumen?
In jedem Zimmer würde ich auf stark duftende Blumen verzichten.

Welcher Persönlichkeit würden Sie gern mal was „durch die Blume“ sagen?
Karl Lagerfeld. Er ist der Gott der Ästhetik: Er kann machen was er will, er ist damit immer der Erste. Ihm Blumen zu schenken ist schwer, er mag, glaube ich, nur weiße Blumen.

Was motiviert Sie?
Das Unmögliche. „Bitte, wie kommst du auf sowas?“ Es gefällt mir schon sehr, wenn jemand das zu mir sagt.

Womit haben Sie sich zuletzt in die Nesseln gesetzt?
Zum Glück habe ich mich in letzter Zeit eher selten verbrannt.

Einen Lorbeerkranz binden Sie für wen?
Ute Bock. Unsere Politiker bleiben undekoriert.

Verbotene Früchte sind süß. Ihre größte Sünde?
Wahrscheinlich meine Schwäche für das Schöne; Lobmeyr-Gläser, alles, was mit Tischkultur zusammenhängt, das wird schon zur Sucht.

Was machen Sie, wenn Sie mit einer Idee auf keinen grünen Zweig kommen?
Verwerfen. Man muss nicht wissen, wie etwas schön wird. Man muss wissen, wenn etwas nicht schön ist.

Eine Binsenweisheit zum Schluss?
Was ist das? Das, was nicht so wirklich stimmt, aber doch irgendwie wahr ist? Wissenschaftlich nicht fundiert, aber mit viel Aussage dahinter? Im Interview etwas fürs Glatteis, oder?

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