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Insider Mailand: Stella Jean
25.09.2015
Stella Jean (c) Andrea Benedetti

Stella Jean (c) Andrea Benedetti

Insider Mailand: Stella Jean

25.09.2015

Sie modelte für Egon von Fürstenberg, begeisterte Suzy Menkes und wurde von Giorgio Armani gefördert: Stella Jean gilt als Mailands Modehoffnung. Die italienisch-haitianische Designerin beeindruckt mit leuchtenden Farben und außergewöhnlichen Mustern. Ihr Ziel: unterschiedliche Kulturen in der Mode zu vereinen.


Sie begannen ursprünglich als Model. Was war Ihr Antrieb, die Seiten zu wechseln?
Ich erkannte schnell, dass das Kreative meine eigentliche Berufung ist. Deshalb gründete ich 2009 mein eigenes Modelabel. Anfangs war es nicht leicht. Erst im dritten Anlauf gewann ich «Who is on Next?», den Nachwuchswettbewerb von Vogue Italia und AltaRoma. Für mich ist Mode das authentischste Kommunikationsmedium. Sie erlaubt mir, mich auszudrücken. Und sie hat es geschafft, das Gefühl der Unzulänglichkeit aufzulösen, das mich die ersten Lebensjahre begleitet hat. Meine Leidenschaft für Mode kam also von der Notwendigkeit, eine eigene Sprache für mich zu finden.

Was macht Ihnen am Modebetrieb in Mailand am meisten Spaß?
Ich finde den ständigen Dialog mit den Modejournalisten der renommierten Magazine spannend. Ich mag es, mir ihr Feedback und ihre Standpunkte anzuhören.

Wenn Sie nach jungen Talenten schauen: Wer fällt Ihnen auf?
Ich versuche immer up to date zu sein, was den Nachwuchs betrifft. Luca Larenza ist ein junger Designer, dessen Arbeit ich schätze.
Luca Larenza, Via Manzoni 39

 

Ihre Kollektionen begeistern durch kräftige Farben und extravagante Muster. Wie ist Ihr persönlicher Kleidungsstil? In welchen Boutiquen kaufen Sie regelmäßig?
Ich behaupte, dass ich mich wie mein Vater anziehe. Lieblingsboutiquen von mir sind Biffi, Pupi Solari (Via Lorenzo Mascheroni 12) und Imarika (Via Giovanni Morelli 1).
Biffi, Corso Genova 6

 

Ihre erste Modeschau fand im Armani Teatro statt. Von welchem Schauplatz träumen Sie für die Zukunft?

Von der Dominikanerkirche Santa Maria Delle Grazie. Das ist jene Kirche, die das «Das letzte Abendmahl» von Leonardo da Vinci in ihrem Refektorium beherbergt.
Santa Maria Delle Grazie, Piazza di Santa Maria delle Grazie

 

Verraten Sie uns: In welchen Teilen der Stadt ist die Kreativbranche derzeit besonders aktiv?
Der Bezirk Lambrate und die Gegend rund um den Piazzale Corvetto sind kreative Cluster. Neue Shops und hippe Restaurants findet man besonders häufig in den Vierteln Isola und Navigli. Ich mag auch die kleinen, versteckten Straßen Via Col die Lana und der Via Santa Maria und die U-Bahn-Stationen auf der Strecke von Piola nach Garibaldi, in denen internationale Künstlergruppen tanzen und singen.

Kommen wir zu kulinarischen Genüssen. Wo belohnen Sie sich nach einem langen Arbeitstag mit gutem Essen?
In der Trattoria Arlati. Nirgendwo anders ist die Pasta so gut und das Ambiente so familiär. Als würde man nach Hause kommen.
Trattoria Arlati, Via Alberto Nota 47

 

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