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Männermode hier und dort und da

23.01.2017

Valentino © catwalkpix

Sein oder Nichtsein? Das war die Frage, die schon über der Mailänder Fashion Week schwebte. Das alte System der Modetrends und Runway-Shows schwankt. In Paris suchten Designer der Männerkollektionen für Herbst/Winter 2017 vielleicht deshalb den Aufbruch in die neue Welt? Modisch macht sich das alte Europa jedenfalls auf zu neuen Ufern. 

Louis Vuitton goes New York
Louis Vuitton x Supreme: Mit Kult kennt sich Designer Kim Jones aus. Mit großem Erbe auch. Beides miteinander zu verbinden, ist seine Qualität. Nun hat er das New Yorker Kultbrand Supreme mit der 140-jährigen Pariser Geschichte von Louis Vuitton unter einen Hut gebracht und damit den Generationenwechsel vollbracht. Er reagiert dabei auf das, was er, von New York aus noch weiter westwärts beobachtet hat, als er nämlich durch die Straßen von Peking lief: Wie jung und cool der Louis Vuitton-Kunde geworden ist. Und das ließ ihn an Jean-Michel Basquiat, den die weiße Kunstwelt polarisierenden New Yorker Künstler denken, oder an Julian Schnabel im übergroßen Malerkittel. Dazu einen Louis Vuitton Trunk, in den wahlweise eine zusammengeklappte Staffelei oder ein Skateboard passt. Supreme? Superb!

 

Valentino
Pierpaolo Picciolis zweiter Neuanfang bei der Männerkollektion für Herbst wurde mit ebensolcher Spannung erwartet wie jener vor einem halben Jahr bei den Frauen. Aber auch diesen Soloauftritt bestand er nach Maria Grazia Chiuris Abgang zu Dior mit Bravour. Auch er wurde, wie Jones, westwärts bei einem Künstler aus dem angelsächsischen Raum für seine Inspirationen fündig. Er reiste für Valentino von Rom aus ins Großbritannien der Punkrock-Ära, in der der Anarchist und Künstler Jamie Reid für die Sex Pistols das Plakat zu deren Song „Anarchy in the UK“ entwarf. Piccioli sieht wohl den Moment für Neues gekommen. „Beauty is a birthright claim your heritage“ proklamiert er in Newspaper-Lettern à la Reid auf Mänteln und Pullovern den Aufbruch in ein neues männliches Selbstverständnis. Und Celebrities wie die französischen Nachwuchsschauspieler Jeremy Kapone und Louka Meliava in der Front Row folgten dem Aufruf.

Alexander McQueen
Sarah Burton lässt Oscar Wilde als Mahnmal auferstehen. Der sprachgewaltige Dichter und extravagante Ästhet zog seinen allen gesellschaftlichen Konventionen des viktorianischen Zeitalters widersprechenden Lebens- und Liebesstil durch und nahm dafür Ächtung, Gefängnis, Einsamkeit und Tod in Kauf. Wenn Chefdesignerin Burton heute den Dandy-Look mit einem afghanischen Mantel kombiniert, dann ist das nicht mehr Mode, sondern ein kräftiges, politisches Statement.

Louis Vuitton

Louis Vuitton

Louis Vuitton

Herbst/Winter 2017

Louis Vuitton

Louis Vuitton

Louis Vuitton

Herbst/Winter 2017

Valentino

Valentino

Valentino

Herbst/Winter 2017

Valentino

Valentino

Valentino

Herbst/Winter 2017

Jeremy Kapone © Valentino

Jeremy Kapone © Valentino

Valentino

Jeremy Kapone

Louka Meliava © Valentino

Louka Meliava © Valentino

Valentino

Louka Meliava

#details:

Ein Blick auf die Instagram-Accounts von Valentino, Louis Vuitton und Alexander McQueen.

Autumn/Winter 2017 menswear preview. Photographer: @EthanJamesGreen Art Direction: @MMParisDotCom

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Autumn/Winter 2017 menswear preview. Photographer: @EthanJamesGreen Art Direction: @MMParisDotCom

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Creative Director #PierpaoloPiccioli backstage with his first solo Men's collection.

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