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8 Fakten zur Haute Couture
24.01.2016
Schiapparelli

Schiapparelli

(c) Schiapparelli

(c) Schiapparelli

(c) Atelier Versace

(c) Atelier Versace

(c) Atelier Versace

(c) Atelier Versace

8 Fakten zur Haute Couture

24.01.2016

Die Haute Couture gilt als Königsdisziplin der Mode und ist nicht nur für Kunden sondern ebenso für Anbieter ein höchst kostspieliges Geschäft. Was früher den Adelshäusern vorbehalten war, ist heute Sache weniger hundert gut betuchter Kundinnen. Aber was macht ein Schneideratelier zur Maison de Haute Couture? Wir blicken in die Modehauptstadt, wo von 24. bis 28. Jänner die Haute Couture Schauen stattfinden.


Der Gründer  
Charles Frederick Worth gilt als Begründer der Haute Couture. Der Engländer eröffnete 1857 das erste große Modehaus. Er ließ die teuren Modelle erstmals von Mannequins vorführen. Kaiserin Eugénie, Fürstin Pauline von Metternich und Sisi zählten zu seinen Kundinnen.

Die Chambre Syndicale de la Haute Couture
Der 1868 gegründete Interessenverband des Schneiderhandwerks besteht bis heute. Seine Mitglieder entscheiden über die Aufnahme von Couturiers in den erlesenen Kreis seiner Handwerkskunst.

Die Aufnahmekriterien
Nur wer auf Vorschlag eines bestehenden Mitglieds in die Chambre Syndicale de la Haute Couture aufgenommen wurde, darf seine Kreationen auch als Haute Couture bezeichnen. Ebenso zwingend sind ein in Paris ansässiges Schneideratelier mit mindestens 15 Vollzeit-Angestellten und die Präsentation von mindestens 35 Looks pro Saison, die ausschließlich auf Bestellung für private Kundinnen, verbunden mit mehreren Anproben, maßgeschneidert werden. Dass die aufwändigen Kleider in mehreren hundert Stunden handgenäht sind, versteht sich von selbst.

Die Gastmitglieder
Da sich immer weniger Maisons die kostspielige Haute Couture leisten, gibt es auch sogenannte eingeladene Mitglieder. Nicht zu verwechseln mit den korrespondierenden Mitgliedern (membre correspondent). Diese haben den gleichen Status wie vollwertige Mitglieder, haben ihren Sitz nicht in Paris, spielen aber in der Pariser Modewelt eine tragende Rolle. Das sind zum Beispiel Valentino, Armani Privé oder Elie Saab (Libanon). Seit heuer, nach über zehnjähriger Pause, ist auch das Atelier Versace wieder mit dabei.

Die Vollmitglieder
Nach dem zweiten Weltkrieg gab es über 100 Haute Couture Ateliers. Heute sind es gerade noch 13 Vollmitglieder und es überrascht, wie unbekannt manche Namen hierzulande sind: Adeline André, Alexandre Vauthier, Bouchra Jarrar. Im Gegensatz dazu sind Chanel, Christian Dior, Givenchy und Jean Paul Gaultier umso mehr ein Begriff. Andere Maisons, wie etwa Hermès oder Louis Vuitton, hätten zwar die Kapazität, verzichten aber auf das Prestigegeschäft.

Die Kunden
Der Haute Couture Kundenkreis beschränkt sich auf wenige hundert betuchte Frauen. Früher waren es vor allem die Amerikanerinnen von der 5th Avenue, die ihre Schränke mit der exklusiven Mode füllten, heute hat sich der Kundenstamm Richtung Naher und Ferner Osten globalisiert. Die meisten Kundinnen lassen sich beim Kauf eher nicht über die Schultern schauen. Diskretion ist bei sechsstelligen Beträgen für ein Kleid eben alles. Mouna Ayoub, Ex-Frau eines saudischen Ölmilliardärs, ist eine der wenigen Bekennerinnen: Sie hat eine über 1500 Kleider umfassende Haute Couture Sammlung. Ihre präferierte Maison: Dior. Wenn sie bei den Defilees fehlt, bricht Panik aus. Ähnlich fix eingeplant als Gast ist Ivana Trump, Ex-Gattin des nunmehrigen Präsidentschaftskandidaten-Milliardärs. Neu mit dabei ist die 30-jährige Milliardenerbin Athina Onassis. Sie kommt mit Langzeit-Haute-Couture-Kundin Lee Radziwill, der 82-jährigen Schwester von Jacky Kennedy Onassis. Radziwill gilt auch im hohen Alter noch als Stil-Ikone und repräsentiert die klassische Couture-Kundin. In Zukunft werden sich die Couturiers eher auf die Tochtergenerationen aus dem Nahen Osten konzentrieren.

Haute Joaillerie
Die gehobenen Stücke aus der Juwelierskunst gibt es seit 2010 in Ergänzung zur Haute Couture. Chanel, Boucheron, Chopard und De Beers präsentieren 2016 in Paris.

Für die Sommersaison 2016 dabei 
Schiaparelli, Atelier Versace, Christian Dior, Giambattista Valli, Elie Saab, Chanel, Maison Margiela, Jean Paul Gaultier, Valentino, Giorgio Armani Privé, Victor & Rolf.

 

 

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