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Der Winter kommt auf leisen Sohlen

20.10.2015

Leise? Nein, ziemlich sicher nicht. Endlich ist der Flatshoe zum High Heel aufgestiegen. Flach ist er, aber auf hohem Niveau: Dicke Crepesohlen wie bei Alexander McQueen und Etro lassen Erinnerungen an die Creepers aus der Punkära aufkommen. Aber jetzt sind sie salonfähig und bunt. Und sie passen zu Röcken, Culottes, Hosen und Minis.
Bei Miucca Prada stecken die Füße in Lederloafers, und die scheinen sich in Gummiwannen wohlzufühlen. Bei Bottega Veneta fehlt nur noch der höfische Kratzfuß. Pumps in Gold und Silber mit barocken Verzierungen und Schnallen oder als Kniestrupf-Stiefel formvollendet. Gucci pfeift auf den Winter und bettet die Füße in Sandalen auf weichem Fell. Zumindest optisch kuschelwarm. Brunello Cuccinelli verwandelt Birkenstocks in Winterschuhe. Naja, zumindest hüttentaugliche Winterschuhe. Und selbst Sergio Rossi lässt Frau komfortabel und rutschfest durch den nächsten Winter kommen.

In die Kategorie Flats fällt natürlich auch der berühmte zweifarbige Schuh von Coco Chanel. Da alle Kreationen Gabrielle Chanels auch eine praktische Seite erfüllten, wurde der nur fünf Zentimeter hohe, rechteckige Absatz so gestaltet, dass er sich hinsichtlich Bequemlichkeit perfekt den Bedürfnissen des neuen Lifestyles der Frauen anpasste. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich Mademoiselle Chanel von der Herrengarderobe inspirieren ließ: Der zweifarbige Schuh wurde bereits im 18. Jahrhundert von Männern getragen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte sie schon oft Sport- oder Freizeitschuhe in Form von Derby- oder Oxford-Schuhen gestaltet, ganz ähnlich, wie das Paar, das sie auf dem berühmten Foto, auf dem der befreundete Tänzer Serge Lifar sie auf seinen Schultern trägt, anhat.

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