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Puzzle mit Edelsteinen
02.06.2016
Anton Heldwein

Anton Heldwein

Pomellato

Pomellato

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Anton Heldwein

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Pomellato

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Pomellato

Pomellato

Anton Heldwein

Anton Heldwein

Puzzle mit Edelsteinen

02.06.2016

Sie sind faszinierend und als Thema unerschöpflich: die bunten, funkelnden Steine, die die Natur in ihrer ganzen Farbenpracht hervorbringt. Während früher noch zwischen Edel- und Halbedelstein unterschieden wurde, wird heute nur noch von Edelsteinen gesprochen. Warum das so ist und wie weit der Weg vom Stein bis zum Schmuckstück ist, haben wir Juwelier Anton Heldwein gefragt, der auch den Pomellato-Store führt.


Grün, blau, gelb, orange, rot, rosa, braun, türkis – die Bandbreite ihrer Farbnuancen ist schier unendlich. Juwelier Anton Heldwein holt ein paar Kisten hervor. Auf den ersten Blick sehen sie wie die Perlenkistchen zum Ketten Fädeln für kleine Mädchen aus. So bunt, so glitzernd, so anziehend, dass man sofort hineingreifen möchte. Eine ganze Kiste nur mit Rot- bis Zartrosétönen: Turmalin, seltener, pinker Topas, Kunzite, Morganite (rosa Beryll). Eine Kiste nur in Orange bis Hellgelb: gelber Beryll, Turmalin, Citrin, Imperialtopas (orangebraun). In Blau: Aquamarin, Zirkon, blauer Topas, Opal, blauer Mondstein, Paraibaturmalin (er ist neonblautürkis), Tansanit (blauviolett). In Grün, in Violett. Die Steine sind geschliffen, je nachdem, ob sie Wolken, Einschlüsse oder Risse haben, und so, dass ihre Farben am besten zur Geltung kommen. Heldwein holt einen blutroten Granat im Cabochonschliff heraus. Er ist auf der Unterseite ausgehöhlt. Erst wenn das Licht dazukommt, wird er rot. Nicht ausgehöhlt ist er dunkelbraun, fast schwarz.

Puzzlespielen mit Edelsteinen

Wenn Heldwein ein Schmuckstück entwirft, ist das wie Puzzlespielen, „wie und mit welchen Kombinationen bekomme ich die beste Intensität, welche Steine befeuern sich gegenseitig, welche nicht. Manchmal liegt das ganz nah beieinander. Die eine Kombination ist überwältigend, die andere wirkt fahl.“ Zweimal pro Jahr kommt der Edelsteinschleifer zu Heldwein, dann werden die bunten Steinkästen aufgefüllt. Die Suche nach einem Edelstein ist wie die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen. „Wenn ich einen bestimmten Stein suche, erfordert das Geduld und Ausdauer“, so Heldwein. Die Natur liefert nicht auf Bestellung. Zu kommunizieren, was man braucht, ist eine Herausforderung, denn „Farben kann man nicht kommunizieren, nicht per Foto, nicht per Farbkarte, ein Stein hat die richtige Nuance oder eben nicht.“ Das ist, im wahrsten Sinne des Wortes, dann Ansichtssache.

Edelsteine sind wie schöne Frauen

Heldwein legt ein in allen Farben funkelndes Collier auf den Tisch. Es ist ein Prachtstück, wie ein Pinselstrich durch Gelb, Grün, Rot. Stein reiht sich an Stein, das Auge wandert an den Farbübergängen entlang, bleibt mal da, mal dort hängen. Es hat etwas von Landschaftsbetrachtung. Stellen, an denen das Feuer besonders intensiv ist, wechseln sich mit Momenten ab, in denen sich das Auge wieder entspannt. Eineinhalb Jahre hat er gebraucht, bis er die richtige Auswahl und Anordnung der Steine gefunden hat. Das Collier vereint Turmaline in verschiedenen Farben, Tansanite, Citrine, Diamanten, Berylle. Halbedel- und Edelsteine. „Das Wort Halbedelstein streichen Sie bitte aus dem Vokabular“, sagt Heldwein, als handle es sich um eine Kränkung. Es sind alles Edelsteine, Schmuck- oder Farbsteine darf man sie auch nennen. Ein feinster Kunzit und ein „mieser“ Smaragd, warum sollte der Smaragd edler sein? Für Heldwein als Designer „ist es gar nicht so wichtig, wie der Stein heißt, er soll mich begeistern, das gewisse Etwas haben. Ganz so wie eine schöne Frau.“

 

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