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Ein Blick ins Atelier von Louis Vuitton

13.04.2017

Louis Vuitton © J. Oppenheim

Louis Vuitton erkannte die Zeichen der Zeit, als das Reisen zum Massenphänomen und mobil zu sein State of the Art der gehobenen Gesellschaft wurde. Mit nur 33 Jahren gründete Vuitton 1854 sein eigenes Geschäft unweit des Place Vendôme, wo er robuste, wetterfeste und zugleich leichte Koffer und Taschen herstellte. Das berühmte Schachbrettmuster kam 1888 dazu.

Asnières war 1859 ein idyllisch-bukolischer Vorort nordwestlich von Paris, am Ufer der Seine gelegen und beliebtes Motiv der Landschaftsmaler, die dort den Sonnenuntergang einfingen. Louis Vuitton beschloss dennoch, fünf Jahre nach der Gründung des Unternehmens, seinen Produktionsstandort aus Paris dorthin zu verlegen. Die Ateliers für die Koffer- und Gepäckherstellung wurden nach Eiffelschem Vorbild in Glas- und Stahlbauweise errichtet. Die Familie selbst lebte ebenfalls auf dem Gelände, im oberen Stock der Ateliers. Die prächtige Jugendstilvilla kam erst für Sohn Georges dazu.

Bis heute werden in den historischen Hallen Keypieces und besondere Bestellungen aus exklusiven Materialien gefertigt. Vom Violin-Koffer über den Bett-Koffer für den Afrikaforscher Pierre Savorgnan de Brazza bis zum berühmten, 1926 gebauten Tee-Koffer für den Maharadscha von Baroda, sie alle gingen durch die fachkundigen Hände der Sattler, Schreiner und Schlosser von Asnières.

So wird heute in Asnières gewerkt:

Die jüngsten Objekte der Begierde, die die Atelierräume verlassen, stammen aus der Feder von Kreativdirektor Nicolas Ghesquière. Mit der Petit Malle bringt er das symbol- und geschichtsträchtige Kofferdesign ins Handtaschenformat.

Zuerst werden die einzelnen Komponenten der Petit Malle zurechtgeschnitten und gefertigt. Die Teilstücke des Monogramm-Canvas werden vorgeschnitten, das Gerüst der Tasche, die Holzbox, wird vom Schreiner hergestellt, für das Innenfutter kommt Lammleder zum Einsatz.
Der Leinenfaden wird mit Bienenwachs eingelassen, damit näht der Sattler die Lederstücke von Hand zusammen. Die Holzbox wird mit Canvas beklebt. Die Teilstücke des Canvas müssen an den Ecken exakt angelegt werden, die Löcher für die Nägel sind vorgestanzt. Zum Schluss werden Schloss und Riemen montiert. Abgesehen von den Canvas-Modellen gibt es auch mit Epi-Leder überzogene Taschen. Diese Lederart von Louis Vuitton wird mit Pflanzenextrakten gegerbt, eingefärbt und geprägt. Sie gilt als besonders farbintensiv und witterungsbeständig.

Im angeschlossenen Museum kann die umfassende Sammlung aus den Louis Vuitton-Archiven bestaunt werden.

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Die Handwerkskunst, die Leidenschaft, der Perfektionismus, die Unternehmenswerte – das sind doch die wesentlichen Kriterien, die die Begehrlichkeit von Marken ausmachen. Mitten im Geschehen kann man das am besten spüren. Wir besuchen die Labels aus dem Goldenen Quartier in ihren Ateliers und dürfen den Kreativen dort über die Schultern blicken. 

Teil 7 der Serie: Louis Vuitton Asnières.

Louis Vuitton © J. Oppenheim

Louis Vuitton © J. Oppenheim

Louis Vuitton

Ateliers und Familienvilla

© LOUIS VUITTON MALLETIER / François Coquerel

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Savoir Faire

© LOUIS VUITTON MALLETIER / François Coquerel

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© LOUIS VUITTON MALLETIER / François Coquerel

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© LOUIS VUITTON MALLETIER / François Coquerel

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© LOUIS VUITTON MALLETIER / François Coquerel

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© LOUIS VUITTON MALLETIER / François Coquerel

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Louis Vuitton © J. Oppenheim

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